
Eigentlich immer, wenn man mit etwas Neuem anfängt gibt es Bremser. Zum Beispiel in der Familie, bei Freunden oder bei KollegInnen: „Du willst Pilze sammeln? Ich kenne einen, der einen kennt, der an Pilzen gestorben ist“ 😳🤓. Hättest du dann noch Lust, dich weiter mit Pilzen zu beschäftigen? Dann hört man noch Fuchsbandwurm, Radioaktivität, ach so ähnliche Verwechslungspartner und für die Pilze im Wald ist es natürlich auch ganz schlimm, wenn sie herausgedreht werden!! Spätestens dann ist es bei den meisten vorbei 😵😑.
All das ist großspuriges Gequatsche, das eben immer von „Bremsern“ zu hören ist. Pilze sammeln ist ein wunderbares Hobby, das uns raus holt aus dem Alltag, weg vom Schreibtisch mitten in die Natur. Gleichzeitig lernt man unheimlich viel über unsere Wälder, Wiesen, über Boden, Tiere und Pflanzen.
Eins meiner Herzensanliegen ist es, anderen Menschen das Erlebnis Pilzesammeln näher zu bringen. Dabei gehe ich zwei Wege und produziere für die „große Welt“ YouToube-Videos und für die „kleine Welt“ mache ich Pilzwanderungen- und Seminare. Ich lade dich herzlich dazu ein, diesen Weg ein Stück weit mit mir zu gehen:


- Schritt: INFORMIEREN: Mit welcher Pilzgruppe möchte ich anfangen? Ich empfehle Hier 3 „Pilzgruppen“ je nach Jahreszeit: Im Herbst die Röhrlinge, im Sommer die Täublinge und im Winter die so genannten Winterpilze, da es Hier keine tödlich giftigen Pilze und auch kaum giftige Verwechslungspartner gibt. In diesem „Stadium“ der Pilzkenntnis sind auch sicherlich einzelne Pilzwanderungen bei ExpertInnen sinnvoll. Allerdings sind viele „Experten“ Fachidioten, die nicht unbedingt ein gutes Händchen für Pädagogik haben. Bei mir ist das anders, mehr Infos zu meinen Wanderungen findest du hier.
- Nach dem ersten Kennenlernen kommt man um das Studieren allerdings nicht herum. Dann heißt es Bücher oder Büchelchen wälzen, je nach Vorliebe. Zu richtig guten Pilzbüchern habe ich ebenfalls schon ein Video gemacht. In diesem Stadium bietet es sich an, sich näher mit den Lamellenpilzen zu bestimmen (hier gibt’s das Video dazu 🤓😃). In diesem Stadium entwickelt man so langsam einen groben Überblick über die wichtigsten Pilzgruppen und -gattungen. Um hier motiviert zu bleiben, bringt der Austausch mit Gleichgesinnten sehr viel weiter (spreche da aus Erfahrung). Daher bietet es sich dann an, allmählich auf Pilzseminare zu gehen (im Südwesten Deutschlands biete ich auch welche an: hier findest du mehr Infos dazu).
- Danach kommst du immer näher ins Nerd Area 🤓 vielleicht möchtest du auch Pilzsachverständiger werden, dazu musst du zwischen 100-200 Pilzarten kennen. Um das notwendige Wissen aufzubauen musst du einfach üben, üben, üben.
- Schritt 4 nach bestandenen PSV-Prüfung ist dann Lieblingsgruppen herausfinden und sich mit diesen noch näher beschäftigen. Das ist das Stadium, in dem ich mich gerade bewege 😇.
- Schritt 5 ist dann das Mikroskop 🔬, in diesem „Stadium“ bin selbst ich noch nicht angekommen 😉😃